Moreh nach Kohima

29.5.2014 Tamu –Moreh 4km

Schon vor zehn Uhr klopfte der Rezeptionist an meine Tuer des Hotels im Grenzort Tamu. Meine Freunde seien hier! Ich war ziemlich ueberrascht, packte schnell meine Sachen und ging in die Lobby. Katya und Mirko waren dort und umarmten mich freudig. Wir warteten dann auf den Rest der Truppe. Alle waren total uebermuedet und fertig. Minsung legte sich auf die erstbeste Bank und schlief sofort ein.

Sie erzaehlten mir von ihren Abenteuern, anschliessend gingen wir essen und Geld wechseln.

Im Immigrationsbuero an der Grenze mussten wir lange warten, bis all unsere Bewilligungen angeschaut waren und die Beamten unsere Paesse abgestaempelt hatten.

Nach der Prozedur fuhren wir über eine Holzbruecke und verliessen das wunderschoene Burma. Gleich auf der anderen Seite wurde Abfall verbrannt, noch bevor wir den Grenzposten passierten. An der Grenze erwarteten uns grimmige Offiziere mit Sturmgewehren. So ganz anders, als die burmesische Grenze, welche mit ein paar Maennern in Longis und Traegershirt ohne jegliche Waffen besetzt war.

Unsere Paesse wurden erneut angeschaut und es dauerte eine ganze Weile, bis wir sie zurueck bekamen. Dann endlich durften wir nach Indien einreisen! Wir machten einen Fotohalt, bevor wir auf den Polizeisposten gingen, um die Paesse abstempeln zu lassen, was seltsamerweise erst nach der Grenzkontrolle geschah.

Wir machten uns auf Hotelsuche und fanden das Hotel, welches Freunde von Katya uns empfohlen hatten. Die Unterkunft war sehr einfach, aber sauber und der Besitzer enorm freundlich. Fuer eine Person bezahlten wir 80 Rupies, etwa 1.50 Franken.

Gegen Nachmittag wollte ich Geld wechseln, aber die Bank wechselt keine Dollar und der einzige Bankomat im Ort war defekt. Ein Inder nahm mich dann auf seinem Moped mit und fuhr mit mir durch die halbe Ortschaft, klapperte viele Geschaefte ab, um mir das Geldwechseln zu ermoeglichen. Wir fanden schliesslich einen Eisenwarenhaendler, welcher auch Geld wechselte, aber der Wechselkurs war so schlecht, dass wir uns wohl etwas anderes einfallen lassen mussten. Mein netter Chauffeur brachte mich dann wieder zum Hotel zurueck und verabschiedete sich.

Indien empfand ich viel schmutziger als Burma. Die Menschen waren weniger freundlich und weniger „anhaenglich“. Sie ignorierten uns groessten teils. Die Gerueche bestanden aus einer Mischung aus Raeucherstaebchen und Gewuerzen. Ich fühlte mich jedoch recht wohl und meine Angst vor Indien verfloss ziemlich schnell.

1.6.2014 Moreh – Imphal 110km mit dem Taxi

Nach zwei langen Tagen des Herumlungerns im Grenzort Moreh entschied ich mich, mit einem Auto ueber die Berge nach Imphal zu fahren.Die anderen sassen bereits beim Fruehstueck im Restaurant bei Chapati und Dal. Der Hotelbesitzer organisierte mir ein Taxi. Am Vortag hatte ich mich dazu entschieden, die enorm bergige Strecke mit einem Transportmittel zurueck zu legen, da mein Bike einfach zu schwer war und zudem meine geschwollenen Lymphdruesen mir etwas Sorgen machten. Zudem fuehlte ich mich in Indien noch zu wenig sicher, die Strecke in Angriff zu nehmen und dann unterwegs Autostopp zu machen. So wollte ich auf Nummer sicher gehen und gleich von Anfang an einen Transport organisieren.

Gegen elf Uhr fand sich dann ein Fahrer eines Vans, welcher schon genug Fahrgaeste beisammen hatte, so dass die Fahrt starten konnte. Mein Rad und das viele Gepaeck wurden hinter dem Ruecksitz verstaut. Ich umarmte die anderen der Gruppe, wuenschte ihnen eine gute Fahrt und schon war ich alleine unterwegs in Indien...

Die Fahrt fuehrte ueber eine sehr steile Passstrasse und ich war froh, dass ich mir das nicht angetan hatte. Mehrere Male wurden wir vom Militaer angehalten. Mit dem Gewehr im Anschlag wurden wir aufgefordert, das Auto zu verlassen. Mein Gepaeck wurde durchsucht, mein Pass angeschaut, dann durften wir weiter fahren. Dieses Prozedere musste ich sicher vier Mal ueber mich ergehen lassen. Ich hatte keine Angst, aber es war schon ein seltsames Gefuehl. Nach dem steilen Teil der Strasse folgte eine lange Abfahrt, welche der Fahrer in atemberaubender Geschwindigkeit bewaeltigte. Er ueberholte munter Lastwagen in der Kurve und naeherte sich oft gefaehrlich nah dem Abgrund. Ich beschloss, mir keine Sorgen zu machen und zu vertauen.

Die Temperatur war deutlich kuehler in der Bergregion. Im Tal angekommen fuhr er die restlichen 40km nach Imphal deutlich langsamer.Imphal die Hauptstadt des Staates Manipur war, gelinde gesagt, haesslich. Ueberall ein Chaos, Dreck und herunter gekommene Haeuser. Ich haette nicht gedacht, dass indische Staedte so anders sein konnten, im Vergleich zu Burma.

Der Fahrer fuhr mich dann sogleich zum Hotel, welches der Hotelbesitzer in Moreh fuer mich reserviert hatte. Der Preis von 10 Dollar ohne Fruehstueck und Internet fuer ein ziemlich schaebiges Zimmer empfand ich zwar ueberrissen, doch hatte ich wohl keine Wahl.

Ich ging dann auf Entdeckungsfahrt und musste feststellen, dass Internet und Restaurants in dieser Stadt Mangelware waren. Bevor es dunkel wurde, fuhr ich zurueck ins Hotel und schaute zum ersten Mal seit mindestens zwei Jahren fern J. Was man doch nicht alles tut, wenn wirklich nichts zu tun ist und man schon einige Tage mit Lesen verbracht hat...

Als ich per Telefon eine Tomatensuppe aufs Zimmer bestellte, fragte der Herr am anderen Ende mit indischem Akzent:“Are you going to have dinner, mam?“...ich antwortete:“This is my dinner.“...das war witzig J.

Ergebnislos fragte ich mich am naechsten Tag nach einer Bank durch, um Dollars zu wechseln. Irgendwann fragte mich ein junger Inder, was ich suche. Er kam mit und brachte mich zur Bank, erkundigte sich fuer mich, wo ich Geld wechseln konnte. Wir wurden in zwei Banken abgewiesen. Er kam mit zu einer dritten Bank, wieder kein Glueck. Man schickte uns zu einer Bank zurueck, welche wir schon aufgesucht hatten. Dort fuehrte mich der junge Mann zum Direktor der Bank! Waehrend wir warteten, erzaehlte er mir beinahe unter Traenen, dass die Manipuri frei sein wollten von Indien. Dass sie die Inder hassten und ihren eigenen Staat aufbauen wollten. Die Inder wuerden sehr schlecht ueber die Leute aus Manipur denken.

Wir wurden dann zum Direktor gebeten. Er rief sofort einen Angestellten und fragte, weshalb sie keine Dollars wechseln wollen. Der Angestellte erklaerte, dass das Kontingent an Dollar voll sei und gestern der Vertrag mit der Headbank ausgelaufen sei. Sie muessen zuerst das Geld in die Hauptstadt schicken und duerfen erst dann (in ein paar Tagen) wieder Geld wechseln. Zudem koenne ich nur Geld wechseln, wenn ich ein Konto bei der Bank habe...aha...so kompliziert! Ich fand die Tatsache, dass saemtliche Banken sich weigerten, Dollar zu wechseln ziemlich witzig. Nachdem der nette Herr mich zu einer anderen Institution brachte, welche mir aber nur einen schlechten Kurs geben konnte, begleitete er mich sogar noch ziemlich weit durch die Stadt zum besten Hotel, um dort nachzufragen. Es war nichts zu machen! In Imphal konnte man keine Dollars wechseln. Ich verabschiedete mich von meinem gutherzigen Begleiter, welcher etwa zwei Stunden geopfert hatte, um mir zu helfen. Ich konnte ihm nicht mal etwas offerieren, da ich selbst kein Geld mehr hatte! Unglaublich, auf welche unglaubliche Hilfsbereitschaft ich auf dieser Reise treffe!

Auf dem Rueckweg sah ich einen braunen Lieferwagen, darauf stand gross „PRISONERS“ geschrieben! Begleitet wurde der Wagen von etwa drei Militaerjeeps, gefuellt mit bewaffneten Soldaten! Das war ein seltsames Bild....

Am naechsten Tag suchte ich am Morgen die Post, was gar nicht so einfach war. Ich wurde immer wieder woanders hingeschickt. Auf der Post wurde mir dann mitgeteilt, dass ein Paket in die Schweiz zu schicken ueber 50 Franken kosten wuerde!!!

Anschliessend wollte ich im Hotel ein wenig lesen, als es schon an meine Tuer klopfte! Mike und Chris waren eingetroffen! Bald schon folgte der Rest der Gruppe. Wir assen zusammen und gingen dann auf Hotelsuche, da in meinem Hotel kein Zimmer mehr frei war. Ein Inder, welchen wir in Moreh getroffen hatten und dem Radclub Imphal angehoerte, half uns bei der Suche. Leider verhielt sich Mirko nicht so nett im Hotel, da er das Rad aufs Zimmer nehmen wollte. Der Besitzer war sauer und unser Begleiter beschaemt und ich schaemte mich mit...wir regelten das Problem, verliessen das Hotel und besuchten das Buero des Radclubs. Dort nahmen sich die Leute viel Zeit, um mit uns zu plaudern und uns Interessantes ueber die Region zu berichten. Weiter luden sie uns ein, in zwei Tagen mit ihnen an einem Ausflug zum nahegeliegenen See teilzunehmen. Wir nahmen die Einladung dankend an.

Der eine Inder erzaehlte mir, dass hier in der Region eine der groessten Schlachten stattgefunden hatte im zweiten Weltkrieg und auch die Bevoelkerung davon betroffen gewesen war, obschon sie nicht in den Krieg verwickelt waren. Weiter erzaehlte er mir, dass Manipur heute noch einen Koenig habe, dieser aber keine Funktion trage.

Ich fragte, weshalb so viele bewaffnete Soldaten auf den Strassen zu sehen waren. Er erklaerte, dass nochmals, dass die Region frei sein wolle von Indien und nun Indien versuche, die Separatisten zu kontrollieren. Seit 1958 herrsche hier Militaergewalt, was bedeute, dass das Militaer sich nicht rechtfertigen muesse, sondern Leute einfach umbringen duerfe!!! Das schockierte mich sehr. Er meinte, dass sie gelernt hatten, damit zu leben.

5.6.2014  Imphal

Wir mussten frueh aufstehen, da wir vom Radclub zu einem Ausflug eingeladen wurden. Wir waren puenktlich, aber der Radclub hatte viel Verspaetung. Wir warteten etwa zwei Stunden, bis es los ging.

In gemuetlichem Tempo wurden wir zum groessten Suesswassersee Indiens gefahren, welcher 40km entfernt war. Wir verfuhren uns, so dass wir rueckwaerts mit allen Autos den Feldweg auf die Strasse zurueck fahren mussten. Unterwegs meinte unser Fahrer, dass er noch uebe und keinen Fuehrerschein habe...ja, super!

Anschliessend folgte ein Fussmarsch durch den Sumpf bis zum See, wo schon ein paar Baumstamm-Boote auf uns warteten. Es war eine abenteuerliche Fahrt, welche 40 min dauerte. Das Boot drohte fortwaehrend zu kentern und wir klammerten uns am schmalen Rand fest. Wir wurden vorher gefragt, ob wir schwimmen koennen...

Wir verbrachten dann viele Stunden auf den schwimmenden Inseln, hoerten Reden in Hindi zum Welt-Umwelt-Tag und waren ein wenig gelangweilt. Das Mittagessen war das Highlight des  Tages war jedoch das Mittagessen, welches auf riesigen Blaettern serviert wurde. Selbstverstaendlich wurde mit den Haenden gegessen.

Die Menschen leben in Huetten auf den Inseln im See. Anscheinend hatte die Regierung erst vor sechs Monaten alle Haeuser abgebrannt, um die Bevoelkerung zu vertreiben und Resorts auf den Inseln zu bauen!

6.6.2014  Imphal

Fuer die letzte Nacht wurden wir von einem alten Herrn aufgenommen, einem angesehenen Doktorn und durften in seinem Haus schlafen. Der 84 Jaehrige war der Grossvater eines Mitglieds des Radclubs. Es war eine tolle Erfahrung! Uns wurden Betten bereit gestellt. Ich konnte beinahe nicht schlafen, da ein ganzes Heer aggressiver Muecken mich buchstaeblich die ganze Nacht ueber belaestigte!

Am Morgen servierte uns der Angestellte ein wunderbares Fruehstueck mit Brot und Marmelade! Der alte Mann unterhielt uns und erzaehlte uns viel ueber die Region und seine Familie. Es war total unterhaltsam. Er wurde richtig traurig, als wir aufbrechen mussten. Er witzelte, dass er einen von uns behalten wolle. Wir machten Fotos vor dem Haus, bevor wir uns schweren Herzens verabschieden mussten. Zu mir sagte er, ich solle ein Buch schreiben und ihm ein Exemplar davon schicken.

7.6.2014 Imphal-Makhan 95km (!!)

Wir fuhren sehr spaet los beim unserem netten Gastgeber. Ich war enorm froh, dass ich dieses Imphal nach so vielen Tagen endlich verlassen durfte! Die letzten Tage waren schlimm, da ich nur rumsitzen und nichts tun konnte, waehrend die anderen der Gruppe nicht wirklich zum Radeln zu bewegen waren.

Wir bahnten uns den Weg durch den chaotischen Verkehr der Stadt. Schon nach wenigen Kilometern fuhren wir durch ein gruenes Tal. Im Hintergrund ragten Berge empor. Die Strecke war wunderschoen. Lange fuehrte die Strasse einem Fluss entlang durch kleine Doerfer. Manipur werde auch die Schweiz Indiens genannt. Beim Anblick der Landschaft, begriff ich auch, weshalb dies so war. Die Strasse stieg sanft an, so dass es nicht wirklich anstrengend war zu radeln. Ich genoss den ganzen Tag ueber die wunderschoene Aussicht. Zum Schluss fuhren wir sogar durch einen Nadelwald!

Wir trafen kurz vor dem Eindunkeln den heutigen Gastgeber, welchen Chris in Imphal in einem Hotel kennen gelernt hatte. Der Mann fuehrte ein Internat in den Bergen von Manipur. Wir mussten nochmals 5km radeln und ich war total am Ende. So durfte ich mein Gepaeck in sein Auto laden und die letzte Strecke der insgesamt 95km ohne Bagage fahren. Es wurde schon langsam dunkel. Als wir zum Haus kamen, standen alle Kinder und Jugendlichen auf dem Dach versammelt und winkten uns zu. Wir wurden wie Koenige empfangen und die Frau des Gastgebers servierte uns sofort Tee, welcher aus Reis hergestellt wurde. Wir bekamen zwei Raeume zur Verfuegung gestellt, wobei ich einen Raum fuer mich hatte und die drei Jungs sich einen Raum teilen mussten. Auch durfte ich mich im Haus im kleinen Badezimmer mit den Kuebeln duschen, waehrend die Maenner an den nahe gelegenen Bach gehen mussten, um sich zu duschen. Manchmal ist es einfach sehr vorteilhaft eine Frau zu sein.

Spaeter sassen alle Kinder schoen brav im Klassenzimmer, standen auf, als wir rein kamen. Wir erzaehlten etwas ueber uns. Sie hoerten gespannt zu und stellten uns Fragen, wobei die Schueler um eine Frage zu stellen aufstanden und sagten:“ Madam. What is the temperature like in Switzerland?“ Dann blieb der Schueler stehen, bis ich die Frage beantwortet hatte.

Wir fragten, was sie werden wollen spaeter. Viele antworteten „Doktor, Militaerperson oder Krankenschwester“.

Unterrichtet wurden sie in Wissenschaften, Sprache, Mathematik und Religion. In der Freizeit machten sie Hausaufgaben oder spielten Fussball. Zum Schluss sangen sie uns ein Lied vor, es wurde gebetet, bevor die Schueler uns einzeln die Hand schuettelten und „thank you madam“ sagten. So viel Disziplin, Herzlichkeit und Froehlichkeit hatte ich selten gesehen. Dieser Abend beruehrte mein Herz.

Unser Gastgeber sagte, dass die Schueler nur zwei Mal im Jahr heim gingen. Die Eltern seien meist Bauern und manche koennen nichts fuer die Schule bezahlen, aber das Christentum rette die Menschen in der Region.

Spaet am Abend wurden wir noch zu einem unglaublich leckeren Essen eingeladen, bestehend aus speziellem Reis, verschiedenen Gemuesen und frischem Salat! Herrlich!

Die Gastfreundschaft und Freundlichkeit der Menschen ist einfach total unglaublich!

8.6.2014 Makhan – Kohima 48km (hueglig, einige steile Anstiege)

Wir erwachten ziemlich spaet, da die Kinder des Internats von sechs bis sieben Uhr in der Kirche waren. Auf dem Dach des Hauses sahen wir sie vom Huegel, auf welchem die Kirche stand, zu uns herunter laufen. Sie waren alle sehr edel gekleidet, winkten uns zu.

Die Jungs kamen gleich zu uns, stellten uns Fragen und waren sehr interessiert an unserer Radreise und der Karte von Myanmar.

Das Fruehstueck war das selbe Essen wie das Abendessen am Vorabend. Ich nehme an, dass die Menschen hier immer das selbe essen. Die Jungs durften zuerst fruehstuecken, die Maedchen waren spaeter an der Reihe.

Ich machte mich bald schon auf den Weg. Die Knaben halfen mir, das Rad zu beladen und sagten: „Thank you, Miss. Have a safe journey, we will pray for you“.

Die Strecke war von Anfang an ziemlich anstrengend, alles aufwaerts, zum Teil so steil, dass ich das Rad schieben musste. Zum Glueck war die Landschaft mit Aussicht auf Berge und Reisterrassen so atemberaubend, dass man die Anstrengung vergass.

In Mao, der hoechst gelegenen Ortschaft (ca. 1600 m.ue.M.), goennten wir uns einige Samosas, bevor wir die Abfahrt nach Kohima unter die Raeder nahmen. Einige Kilometer weiter passierten wir den Grenzposten nach Nagaland, dem Nachbarstaat zu Manipur.

Als wir gerade in Kohima, der Hauptstadt von Nagaland, ankamen, begann es in Stroemen zu regnen. Nebel versperrte uns ploetzlich die Sicht und es war kalt! Ein seltsames Gefuehl nach monatelangem Schwitzen.

Wir durften in einem sehr noblen Hotel umsonst wohnen! Das war echt der Hammer. Wir trafen in Imphal einen Tschechen, welcher uns diesen Kontakt vermittelte. Ich bekam ein Einzelzimmer mit Marmorboden und riesigem Bad. Es war einfach unglaublich!! Ich habe sicher eine Stunde lang geduscht und mich schon lange nicht mehr sooo sauber gefuehlt.

9.6.2014 Ruhetag Kohima

Ich schlief wunderbar im Luxushotelbett. Den Ruhetag verbrachten wir mit Geldwechseln, durch die Gassen stoebern und dem Besuch des Kriegsfriedhofs der Schlacht von 1944, als Japan gegen Indien kaempfte in Kohima. Es war ein sehr eindruecklicher, aber auch bedrueckender Ort. Ein wenig erinnerte mich die Stadt an Zapa oder Dalat in Vietnam.

David, der Besitzer des Hotels kam kurz vorbei. Er stellte noch mehr Kontakte fuer uns her und gab uns Ratschlaege fuer die weitere Strecke. Wir bedanken uns herzlichst, dass er uns umsonst in seinem Luxushotel uebernachten liess.