Bagan nach Monywa

21.5.2014 Bagan-Monywa 155km (ich fuhr 114km, dann Autostopp)

Nach dem spaerlichen Fruehstueck, welches aus einer Scheibe trockenen Kuchens und einem hart gekochten Ei bestand, verliessen wir Bagan nach zwei Ruhetagen. Es war schoen, wieder auf dem Rad zu sitzen.

Der Weg fuehrte uns ueber burmas laengste Bruecke, welche den Irawady ueberquerte.

Danach fuhren wir durch eine recht abwechslungsreiche Landschaft bis kurz vor Yasagyo. Dort entschieden wir uns, eine Abkuerzung ueber eine Landstrasse zu nehmen. Als wir schon ein paar Meter zurueck gleget hatten, liess ein Polizist in einem schoenen Jeep uns anhalten. Er sagte, wir duerfen diese Abkuerzung nicht nehmen. Wir taten es trotzdem. Der Polizeiwagen folgte uns ueber die Landstrasse. Die Landschaft und die Doerfer waren atemberaubend schoen! Es war das schoenste Stueck der Strecke bis anhin.

Im Ort angekommen teilten Mike und Chris uns mit, dass wir nicht bleiben koennen. Sie versuchten einem Burmesen klar zu machen, dass wir bleiben wollen, weil wir schon 80km gefahren sind an diesem Tag. Leider stiessen wir auf taube Ohren. Der anwesende Polizist schuettelte nur den Kopf. Wir versuchten jede Ausrede, aber sie blieben hart. Ohne eine Bewilligung durften wir nicht im Dorf bleiben. Also assen wir erstmal was im Restaurant und machten 2h Pause. Der Polizist sass schoen brav an einem Tisch und bewachte uns die ganze Zeit ueber.

Gegen drei Uhr fuhren wir los (der Polizist eskortierte uns bis etwa 3km ausserhalb der Ortschaft), wohl wissend, dass die naechste Schlafgelegenheit nochmals ca.70km entfernt war. Wir fuhren schneller als gewohnt. Die Landschaft war ziemlich abwechslungsreich und die Strasse beinahe ohne Verkehr.

Ich wollte nur bis fuenf Uhr fahren und dann Autostopp machen, da ich beim Eindunkeln um sieben Uhr in Monywa sein wollte. Die anderen wollten fahren. Ich wusste jedoch, dass ich keine 160km fahren wollte und konnte.

Ich fuhr 114km, dann versuchte ich einen der seltenen Trucks anzuhalten, welche in Richtung Monywa fuhren. Es gelang mir nach einigen Versuchen. Mein Rad wurde samt Gepaeck auf die Ladeflaeche gehoben, festgebunden und durfte mich daneben setzten. So legte ich die erste Strecke bis an die Kreuzung zurueck. Dann musste ich „umsteigen“. Ich fuhr einige Meter und hielt einen oeffentlichen Bus an. Dieser nahm mich auch gleich mit, das Rad wurde in den hinteren Teil des Busses geladen und mir einen Platz neben einem aelteren Burmesen zugewiesen.

So erreichte ich Monywa gegen 19 Uhr. Ich lernte einen Burmesen kennen im Bus, welcher mich dann zum Guesthouse fuehrte.

Die Ueberraschung war gross, als Mike und Chris und spaeter auch noch Minsung im Guesthouse ankamen! Wir hatten dann einige Probleme mit dem Zimmer, da nur noch ein Dreibettzimmer frei war. Aber schlussendlich liessen sie uns zu viert naechtigen. Von Mirko und Katya keine Spur.