Angkor Wat & Siem Reap

Wir schalteten nach der Ankunft einen Ruhetag ein. Total erschoepft nach sechs Tagen auf dem Rad. So schliefen wir aus und gingen dann gediegen fruehstuecken. Danach marschierten wir zurueck ins Hotel und....schliefen nochmals ein paar Stunden! Ich glaube wir waren alle ziemlich fertig von den Strapazen der letzten Tage. Gegen Abend wagten wir uns dann nochmals auf die Strasse und schauten uns den Markt in Siem Reap an.

Die Tempelanlage von Angkor Wat

Wir standen frueh auf, um den gesamten Tag in den Tempeln verbringen zu koennen. Ram hatte eine schlechte Nacht und wollte erst nicht mitkommen. Das Fruehstueck improvisierten wir im Flur, danach warteten wir, bis Ram bereit war und fuhren dann alle mit unseren Raedern in Richtung Haupteingang der Anlage. Es war ein komisches Gefuehl, so ohne Gepaeck unterwegs zu sein! Das Rad entwickelte seine eigene Dynamik...Beim Haupttempel angekommen mussten wir jedoch nochmals umdrehen, da wir den Ticketschalter verpasst hatten. So fuhren wir die 5km zurueck, liessen unser Foto nehmen und bekamen fuer 20 Dollar eine Tageseintrittskarte.

Es waren viele Touristen in den alten Tempelruinen unterwegs. Obschon ich das zweite Mal hier war, fand ich die Anlage immer noch unglaublich beeindruckend. Die Hitze machte uns mehr zu schaffen als auf dem Rad. So kletterten wir die Tempel hoch und runter, machten unglaublich viele Fotos und goennten uns immer wieder eine kuehle Erfrischung.

Es waren nicht sehr viele Leute mit Raedern unterwegs. Die meisten liessen sich mit Rikschas von Tempel zu Tempel fahren. Die Anlage ist enorm weitlaeufig (die Originalstadt war ca. 1000 km2 gross!!!) und so konnten wir an einem Tag nur etwa vier Tempel besuchen. Die Tempel unterscheiden sich sehr in ihrem Aussehen. Einige sind mit Baeumen ueberwachsen, was dem Ganzen einen sehr maerchenhaften Eindruck verleiht.

Gegen vier Uhr hatte Mike genug Tempel gesehen und fuhr zurueck ins Guesthouse. Wir blieben noch ein wenig und machten uns dann auch auf den Heimweg. Unterwegs hielten wir im Kinderspital vom Schweizer Arzt Beat Richner (Beatochello) an. Dort hatten wir ein wenig Muehe unsere Geldspende loszuwerden. Wir wurden von Eingang zu Eingang geschickt, bis wir am Richtigen Ort ankamen. Im Blutspenderaum konnten wir einen finanziellen Beitrag fuer die Kinder des Spitals leisten. Fabian wollte auch Blut spenden, hatte jedoch einen zu niedrigen Puls. Wir sollen alle morgen nochmals kommen und dann Blut spenden, meinte der Arzt.

Angkor Wat

ist die größte und bekannteste Tempelanlage in der Region Angkor in Kambodscha. Der Tempel befindet sich zirka 240 km nordwestlich der Hauptstadt Phnom Penh in der Nähe von Siem Reap, ca. 20km nördlich des Sees Tonle Sap.

Im 10. Jahrhundert wurden unter Yasovarman (reg. 889 – ca. 910) zahlreiche Bewässerungsanlagen und Stauseen errichtet, was dazu beitrug, dass unter anderem mehrmals im Jahr Reis geerntet werden konnte. Diese erfolgreiche Landwirtschaft führte zu Nahrungsüberschüssen und brachte dem Khmer-Reich großen Reichtum. So kam es, dass das Land im Süden Chinas zu einem regionalen Machtzentrum Suedostasiens wurde und die Khmer in der Lage waren, große Städte und gewaltige Tempelanlagen zu errichten.

Im Jahr 1113 bestieg Koenig Suryavarman den Thron und regierte bis etwa 1150. Er baute die Macht Angkors weiter aus. Daneben ließ er Tempelanlagen in Angkor restaurieren und neue errichten.

Über den eigentlichen Zweck des Bauwerks besteht bis heute keine eindeutige Klarheit. Die Herrscher der Khmer sahen sich als Sachwalter des Gottes, unter dessen Schutz sie selbst und auch das Land standen. Jeder von ihnen ließ zumindest einen großen Tempel errichten, der dieser Gottheit geweiht war. Ungewöhnlich für die Tempel Angkors ist die Ausrichtung des Angkor Wat. Anders als in den anderen Tempeln, deren Hauptzugang bzw. -ausgang nach Osten weist, ist der Angkor Wat nach Westen ausgerichtet, die Himmelsrichtung Yamas, des Gottes des Todes. Manche Forscher deuten den Tempel deshalb auch als Grabstätte des Königs. Eine Grabkammer oder Hinweise darauf wurden noch nicht gefunden.

(Wikipedia)

Schwimmende Doerfer

Am folgenden Tag gingen wir aus dem Haus und wollten eigentlich nochmals einen Tag einfach ausruhen. Als wir auf den Parkplatz traten, fragte und ein Tuktukfahrer, ob wir etwas unternehmen wollen. Wir entschlossen uns dann spontan, an den See zu fahren.

Zu viert im Tuktuk holperten wir dem Tonle Sap See entgegen. Unterwegs brach eine Feder am Motorrad, so dass wir uns ein wenig umverteilen mussten im Anhaenger.

Wir erreichten den Ort, an welchem die Khmer eine riesige Touristenfalle errichtet hatten. Pro Person wollten sie 20 Dollar, um auf einem Boot an den See und zu den schwimmenden Doerfern zu fahren! Das war uns dann doch ein wenig zu heftig. So machten wir uns zu Fuss auf den Weg zu ein paar Fischerhuetten, um zu fragen, ob uns ein Fischer mitnehmen koennte. Niemand erklaerte sich bereit. Die Polizei verbiete ihnen, Touristen mitzunehmen und wuerde ihnen alles Geld wegnehmen, wenn sie uns an den See fahren wuerden. Aha...so lief das also. Wir genossen es, mit den Fischern zu plaudern und verliessen dann den Orst schnellst moeglich ohne die schwimmenden Doerfer oder den See gesehen zu haben.

Zurueck im Hotel schrieb ich stundenlang an meinem Blog, da ich nicht wusste, wann ich das naechste Mal Internet haben werde.

Spaeter am Abend goennte ich mir dann noch eine Massage. Die Masseuse bewunderte meine Abdruecke an den Armen und Beinen mehr, als dass sie gut massierte. Aber es entspannte sowieso.


Am folgenden Tag sollte es mit dem Rad weiter gehen in Richtung Hauptstadt Phnom Penh, welche ca. 300 Strassenkilometer entfernt war.